Vliestapete anbringen in 6 einfachen Schritten

Vliestapeten sind sehr beliebt, da diese im Vergleich zu herkömmlichen Tapeten viele Vorteile aufweisen. So müssen diese beispielsweise nicht eingekleistert werden, sodass deren Verarbeitung auch ohne Tapeziertisch möglich ist. Dazu wird lediglich die Wand mit einem speziellen Vliestapetenkleister eingestrichen. Die Vliestapeten dehnen sich nicht aus, da das Einkleistern wegfällt. Dies bedeutet auch gleichzeitig, dass die Vliestapeten nicht zusammenschrumpfen können.
Einfach trocken auf die Wand anbringen

Vor der Anbringung der Tapeten wird die Wand mit einem speziellen Wandkleber eingestrichen. Die Klebewirkung solchen Kleisters ist geringer als der Zugbelastungskoeffizient einer Vliestapete. Dies bedeutet, dass das Gewebe bei Bedarf trocken und bahnweise abgezogen werden kann.

Weitere Vorteile einer Vliestapete

Zu den weiteren Vorteilen einer Vliestapete zählen ihre enorme Strapazierfähigkeit, die Eigenschaft, Risse im Wandputz überdecken zu können sowie die schwere Entflammbarkeit. Zudem lässt sich die Vliestapete bei Bedarf ganz schnell und einfach wieder abziehen.

Das richtige Tapezieren von Vliestapeten

Vor der Anbringung von Vliestapeten an die Wand muss zunächst der genaue Tapetenbedarf ermittelt werden. Dazu wird die zu tapezierende Wand gemessen. Im Baumarkt müssen neben den Vliestapetenrollen noch folgende Tapeziermaterialien gekauft werden:

– Kleistereimer und Spezialwandkleber für Vliestapeten
– Malerbürste für das Aufbringen des Wandklebers und ein Holzstab
– Bürste mit weichen Borste zur Glättung der Vliestapeten
– Nahtroller und eine grobe Schere
– Lot für das lotrechte Aufbringen der ersten Tapetenbahn
– Kreppband
– Abdeckfolie
– Material zum Entfernen alter Tapeten
– Material für die Glättung der Wand, wie Spachtelmasse und Spachtel

Das Vorarbeiten kann das spätere Tapezieren erleichtern

Nach dem Abschalten von Sicherungen werden alle Wandschalter und Steckdosen entfernt, da die entstandenen Löcher zunächst ebenfalls tapeziert werden. Die alten Tapetenschichten werden alle mit Wasser aufgeweicht und abgezogen. Durch die Anwendung einer Abdeckfolie können Teppiche und Böden von der Feuchtigkeit bewahrt werden.
Vor dem Tapezieren sollen Wandrisse und Löcher unbedingt mit Spachtelmasse gefüllt werden, damit die Tapeten glatt gestrichen werden können.

Richtiges Zuschneiden der Vliestapeten

Beim Zuschneiden von Tapeten sollte darauf geachtet werden, dass die Tapeten etwa 10 cm länger bleiben, sodass der Überstand im Nachhinein einfach abgekürzt werden kann. Zudem ist darauf zu achten, dass die nebeneinanderliegenden Bahnen zusammenpassen.

Kleistern anstatt kleckern!

Wer anstatt Flüssigkeitskleister lieber einen aus Pulver aus Wasser verwenden will, muss genau darauf achten, dass keine Kleisterklumpen entstehen, da diese im Nachhinein die Tapeten ausbeulen könnte.
Dies kann durch die Zugabe vom warmen Wasser verhindert werden, wobei gleichzeitig ständig gerührt werden muss.

Der Kleister wird für eine Breite von 2 oder 3 Bahnen auf die Wand aufgetragen und die Tapeten werden anschließend darauf gelegt. Die erste Bahn wird an einer aufgezeichneten Lotlinie angebracht und mit einer weichen Bürste glatt gestrichen, und zwar von oben nach unten und dann zur Seite. Anschließend erfolgt die nächste Trockenbahn, passgenau und mustergenau an die erste Bahn angelegt.

Die Lichtschalter und Steckdosen werden zunächst überdeckt und anschließend wird der Bereich für die Schalter freigeschnitten.

Das richtige Trocknen

Wenn alle Tapetenbahnen angebracht sind, müssen diese etwa einen Tag lang trocknen. Dazu sollte jedoch kein Heizlüfter verwendet werden, da sich die Bahnen sonst ablösen könnten.

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