Die 10 härtesten Handwerksberufe

Das Handwerk ist ein Knochenjob, da dieses mit hohen Belastungen verbunden ist. So wundert es nicht, dass Statistiken zufolge jeder vierte Deutsche vor dem Rentenalter berufsunfähig wird. Doch manche Handwerksberufe sind mit höheren Belastungen verbunden als andere. Im Folgenden werden die härtesten Berufe vorgestellt.

10. Stuckateure

Die Stuckateure gelten als Feingeister auf dem Bau. Sie sind wahre Künstler, doch leisten weitaus mehr als Basisarbeit. Immerhin verputzen und dämmen sie die Wände, installieren Lüftungs- und Klimasysteme und stellen Leichtbauwände und abgehängte Decken her. Bei ihrer Arbeit werden am meisten der Nacken, die Schultern und die Arme beansprucht und sie sind sehr oft Lärm und mechanischen Schwingungen ausgesetzt.

9. Maurer

Maurer erkranken sehr häufig an Muskel- und Skeletterkrankungen, da sie sehr viel schleppen müssen. So erhält jeder vierte Untersuchte einen medizinischen Befund. Zwar hat der Berufsstand der Maurer Zukunft, doch die Beschwerden, welche am häufigsten den Nacken- und den Schulterbereich betreffen, leider auch.

8. Zimmerer

Zimmerer gelten als echte Allrounder. Sie arbeiten sowohl in der Werkstatt als auch auf der Baustelle. Diese sind Experten für sämtliche Holzarbeiten. Doch ihre Vielseitigkeit spiegelt sich auch in den Gesundheitsrisiken wieder. Besonders die Knochen und die Gelenke der Zimmerer leiden darunter. Daneben schweben in diesem Beruf auch ständig Lärm- und Gefahrenquellen durch die Benutzung von Hammer, Bohrer und Säge.

7. Fliesenleger

Die Fliesenleger verrichten ihre Arbeit meist in einer gebückten Position. Daher leidet ein Drittel aller Fliesenleger an Erkrankungen des Muskel- und Skelettsystems. Im Vergleich zu den übrigen Bauhandwerken sind die Fliesenleger von diesen sogar am häufigsten betroffen.

6. Estrichleger

Für Estrichleger gilt dasselbe wie für die Fliesenleger, da diese während der Arbeit meist auf dem Boden anzutreffen sind. Daran leiden am meisten der untere Teil des Rückens sowie die Knie. Zudem arbeiten diese mit gesundheitsgefährdenden Stoffen.

5. Fleisch- und Wurstwarenhersteller

Zwar scheint dieser Beruf aus der Gruppe der Bauhandwerker herauszufallen, doch das Lebensmittelhandwerk zählt ebenfalls zu Handwerken. Die Fleisch- und Wurstwarenhersteller heben ebenfalls schwer. Daneben sind diese oft durch die Messer und Maschinen gefährdet, welche bei ihrer Arbeit zum Einsatz kommen. Beruflich bedingte Hautkrankheiten, Allergien und Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle zählen ebenfalls zu häufigen Risiken dieser Berufe.

4. Pflasterer

Pflasterer leisten echte Schwerstarbeit. Und dies macht sich besonders im Nacken und dem unteren Rücken, sowie in den Knie-, Ellenbogen- und Handgelenken bemerkbar. Daneben sind die Pflasterer überdurchschnittlich von Hörstörungen betroffen.

3. Bergleute

Die Erkrankung Staublunge wird mit dem Bergbau in Verbindung gebracht. Doch neben dieser Krankheit treten bei diesem Beruf häufig auch andere Diagnosen auf. So zum Beispiel das Bergmannsknie oder der Bergmannsellenbogen. So muss jeder zweite Beschäftigte frühzeitig aus diesem Beruf aussteigen.

2. Dachdecker

Jeder zweite Dachdecker ist vor dem Rentenalter bereits berufsunfähig. Menschen in diesem Beruf sind hohen Berufsrisiken ausgesetzt. Stürze gehören sehr häufig zu diesen. Daneben sind Dachdecker ständig schweren Lasten, Lärm und Zwangshaltungen ausgesetzt, was langfristig zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt.

1. Gerüstbauer

Neben den Dachdeckern sind die Gerüstbauer ebenfalls hohen Risiken ausgesetzt. Neben der Gefahr vor Stürzen sind sie hoher körperlichen Anstrengung ausgesetzt durch den Auf- und Abbau bei allen Wetterbedingungen. Verwunderlich ist jedoch die Tatsache, dass Gerüstbauer trotz allen Anstrengungen seltener vor Erkrankungen des Bewegungsapparates betroffen sind. Dies liegt wahrscheinlich daran, dass diese ab einem gewissen Altern meist umsatteln.

 

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