Brunnenbau leicht gemacht – so bohren Sie ihren eigenen Gartenbrunnen

Das Wasser für die Gartenbewässerung kann besonders in den Sommermonaten ein Problem darstellen. Will man Stadtwasser benutzen, so kann die Wasserrechnung schnell in die Höhe schießen. Mit einem eigenen Gartenbrunnen kann man das Problem jedoch langfristig lösen. Es ist wesentlich leichter, als man denkt, einen eigenen Brunnen einzurichten.

So wird ein Gartenbrunnen geborht

Die Installation des Gartenbrunnens beginnt natürlich mit dem Bohrloch. Dieses sollte einen Durchmesser von etwa 200 haben und wird mit einem Erdbohrer gebohrt. Es ist stets wünschenswert, das Loch bis zum Grundwasserstand zu bohren. Setzt man eine Kieselpumpe ein, so braucht man in diesem Fall kein Wasser zusetzen. Nach Fertigstellung des Bohrlochs wird das Brunnenrohr installiert. Dieses setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Zunächst wird ein Vollrohr eingebracht, auf das Filterrohre aufgeschraubt werden. Es folgen Vollrohre, die mit dem Außengewinde nach oben eingebracht. Ist das Brunenrohr einmal in senkrechter Position, so wird es von oben mit Gewichten beschwert, die es erlauben, dass sich das Rohr nach unten bewegt.

Einbringen der Kiespumpe

Um die Kiespumpe einzubringen, stellt man einen Dreibock über das Bohrloch. Über die Umlenkrolle wird die Pumpe nun vorsichtig in den Brunnen herabgelassen. Darauf folgt die eigentliche Arbeit der Pumpeninstallation. Mit dem Seil wird ruckartig gezogen, so dass sich der Kolben nach oben bewegt und Wasser einlässt. Dann lässt man den Kolben wieder herunter. Dieser Vorgang muss nun so oft wiederholt werden, bis sich die Pumpe gefüllt hat. Dabei orientiert an sich am Hub des Kolbens, der geringer wird, wenn sich die Pumpe mit Wasser füllt. Währen dieses Vorgangs sollte hin und wieder auch die ganze Pumpe gehoben und an einem anderen Platz abgesetzt werden, damit sie sich nicht zu stark an einem Platz am Boden festsaugen kann. Dieser Vorgang wird als Plunschen bezeichnet. Es ist wichtig, dass die Pumpe dabei stets in Wasser steht. Ist nicht genug Wasser am Brunnenboden vorhanden werden, sollte man von oben Wasser durch das Brunnenrohr nachfüllen. Die mit Wasser gefüllte Kiespumpe wird schließlich wieder nach oben gezogen und entleert.
Werden beim Bohren die gewünschten Fortschritte nicht erzielt, kann man mit einem Bohrer von einem Durchmesser 95 den Grund des Brunnens noch weiterhin auflockern. Ein optimales Resultat wird bei einem Brunnen erzielt, wenn über der Filterstrecke eine Wassersäule von 4m oder mehr angetroffen werden kann. Ist der Brunnen zur Zufriedenheit gebohrt, so wird eine Tauchpumpe eingesetzt, die oberhalb der Filterstrecke angebracht wird, damit sie keinen Sand zieht. Die Tauchpumpe sollte noch von 3m Wasser bedeckt sein. Als abschließender Schritt wird der Boden des Brunnens noch mit Quellton abgedichtet.

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